DIY 120" AmbiLight

AmbiLight für Laser-TV mit einer 120 Zoll CLR-Leinwand

Eigentlich wollte ich dieses “kleine Projekt“ nur kurz dazwischenschieben, weil wir für unseren alten 65 Zoll Plasma Fernseher vor einigen Jahren schon mal ein Ambilight selbst gebaut hatten und es wirklich alles optisch aufwertet und das Bild irgendwie vergrößert.

Nur um das klarzustellen, die Rede ist hier von einem echten Ambilight und nicht von einer simplen LED Beleuchtung hinter dem Fernseher oder einer Kerze daneben, die den Raum erhellt, um die Augen zu schonen.

Weil das alte HyperCon Projekt aber inzwischen leider verweist ist, bin ich auf meiner Suche nach einem brauchbaren Ersatz, nicht nur auf 2 Versionen einer chinesischen Komplettlösung, sondern ebenfalls auch auf das Nachfolgeprojekt Hyperion und den Ableger Hyper HDR gestoßen. Dabei stellte sich dann aber schnell heraus, dass die Fertiglösungen bis maximal 65 Zoll taugen, alles darüber hinaus ist und bleibt ein Selbstbauprojekt.

Fun Fact dazu am Rande, wenn man es richtig anstellt, ist das Selbstbauprojekt am Ende sogar deutlich preiswerter.

Natürlich darf man dabei auf keinen Fall den notwendigen Arbeitsaufwand und die Zeit für das Erlernen der Software mit einberechnen.

Da wir schon vor längerer Zeit auf einen Laser-TV mit einer 120 Zoll CLR-Leinwand umgestiegen sind, blieb mir also nur die Selbstbaulösung, um hier ein Ambilight zu ergänzen.

Ich verstehe gar nicht, warum das herstellerseitig nicht als Option mit angeboten wird, wo sich der Rahmen der Leinwand doch perfekt dafür anbietet die LED’s gleich beim Aufbau mit zu integrieren. Der extra Rahmen für die LED’s musste in meinem Fall natürlich genauso mattschwarz gehalten sein, wie der Rahmen der Leinwand selber, schon um sich nicht optisch davon abzuheben und den Effekt dadurch zunichte zu machen.

Um es mir also einfacher zu machen und die Kosten im Rahmen zu halten, habe ich ganz einfach 15 Millimeter Winkelleisten aus schwarzem Plastik, im Baumarkt gekauft. Diese gab es aber nur in maximal 2,5 Meter Länge, also gut einen Meter zu kurz für mein Projekt. Zusätzlich zum Verlängern hatte ich auch noch das Problem der hässlichen Ecken und wollte die Leisten nicht mit einem 45Grad Winkel und einer sichtbar lichtdurchlässigen Schnittkante verbinden. Daher habe ich kurzerhand ein paar 3D Teile konstruiert und gedruckt. Mit meinen 3D Teilen kann ich jetzt ganz einfach die Leisten beliebig verlängern und unterfüttern, alles gerade abschneiden und dann einfach wie benötigt zusammenstecken, beziehungsweise kleben.

Befestigt haben wir den Rahmen dann ganz einfach mit doppelseitigen Karosserieklebeband, was nebenbei bemerkt farblich passend dunkelgrau oder fast schwarz ist.

Aufgrund der Größe habe ich mich für SK6812RGBNW LED‘s mit 30 Stück pro Meter entschieden, statt der üblichen 60 pro Meter, weil ich sonst ein 5 Volt, 60 Ampere, Netzteil für die LED‘s benötigt hätte, so sind es jetzt aber immer noch 22 Ampere.

Die Konstruktion und das Anbringen des Rahmens mit den zusätzlichen LED‘s war gar nicht so sehr kompliziert, was mich wirklich tagelang um den Schlaf gebracht hat, war die Konfiguration und der Aufbau der zum Betrieb notwendigen Computer Hardware.

Nachdem ich mich durch dutzenden von alten, schlechten oder mittelmäßigen Anleitungen für Ambilight Ansteuerungselektronik gewühlt hatte, konnte ich schließlich eine für mich passende und sehr simple Lösung zusammenstellen. Diese Hardware dann zu konfigurieren und die Farben der LED’s mit dem Bildschirm abzugleichen, war dann aber nochmal eine echte Herausforderung.

Trotzdem hat es sich gelohnt! Wenn man das Endergebnis betrachtet und die Baukosten zusammennimmt, möchte ich es jetzt schon nicht mehr missen. Der Leinwand hat das Ganze nicht geschadet und es sieht jetzt sogar so aus, als wenn es schon immer so gewesen wäre. Selbst im ausgeschalteten Zustand fällt die 15 Millimeter Ergänzung kaum auf.

Zu der von mir verwendeten Steuerelektronik kann man sagen, dass ich am Ende mit einem Raspberry Pi 4, einem ganz einfachen HDMI zu USB Konverter, einem 5 Volt, 30 Ampere Netzteil und einigen Kabeln, ausgekommen bin. Es waren nicht wirklich irgendwelche Logiklevelschifter oder zusätzliche ESP Bausätze notwendig, um die LED‘s optimal zu betreiben.

Fairerweise sollte ich aber erwähnen, dass mein Mehrkanal Verstärker zwei gleichwertige Bildausgänge besitzt und ich daher keinen zusätzlichen HDMI Splitter benötige.

Leider stellt sich immer mehr heraus, dass die GoPro (Ver.12 Black) nicht die beste Wahl bei der Kamera gewesen war,

da sie permanent gegen mich zu arbeiten scheint.

Ich verliere häufig Material wegen defekter Files und manchmal nimmt die GoPro gar nicht auf oder geht einfach heimlich aus…
Und ja meine Speicherkarten sind von guter Qualität und in Ordnung 😉

Hier sind natürlich auch die Verbinder für die 15x15mm Winkelschienen als STL

Für alle die jetzt gerne sehen möchten wie mein Endresultat im Betrieb aussieht, füge ich hier noch mein YT-Video an…
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